
Eine Vielzahl anderer Untersuchungen kann man lesen, bevor die psychoanalytische Säuglingsbeobachtung als Ausbildungsmethode beleuchtet wird und hier speziell ihre Wurzeln und ihre Anwendung in der Eltern-Kleinkindtherapie fokussiert werden. Zur Sprache kommt u.a. abermals die Bedeutung der so genannten Zweithaut. Es handelt sich um eine Überlebensstrategie als Abwehrform, die ein Baby dann entwickelt, wenn es unzureichend gehalten und gestreichelt wird. Dauerhaftes Sprechen und permanente Aktivität bei Erwachsenen sollen, ähnlich wie bei Kindern Hyperaktivität, das Desaster, das droht, wenn man innehält, verdecken. All diese Verhaltensmuster entstehen, wenn man als Kind nicht genügend Streicheleinheiten bekommen hat.
Man erfährt Näheres zur Sprachentwicklung in Beziehungen mit frühen Ängsten. Hinterfragt wird, ob Plappern Selbstberuhigung oder eher Kommunikation ist und man liest über die Lernerfahrungen einer Babybeobachterin vom Wegschauen bis hin zur Reflexion von bedrohlichen Erlebnisinhalten und schließlich auch von den Anfängen des psychoanalytischen Organisationsbeobachtung.
Die theoretischen Texte weden von zahlreichen Fallbeispielen und einer umfangreichen Bibliographie begleitet.
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