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Rezension:Toxische Typen: Wenn andere Gift für uns sind und was wir dagegen tun können (Taschenbuch)

"Mittelmäßige Naturen erreichen Größe nur, indem sie andere zerstören." (André Maurois)

Der argentinische Psychologe Bernando Stamateas ist der Autor dieses erkenntnisreichen Buches, in welchem er aufzeigt, wie man mit destruktivem Verhalten von Schuldzuweisern, Abqualifizierern, Heuchlern, Mittelmäßigen, autoritären Chefs, Neidhammeln, Verbalrowdys, Psychopathen, Klatschmäulern, Neurotikern, Superstars und Jammerlappen umgehen sollte. Bei diesen Menschen handelt es sich um toxische Charaktere, die durch bestimmte Handlungsmuster Kontrolle über uns gewinnen wollen

Der Autor weist darauf hin, dass jedes Kapitel unabhängig von den anderen gelesen werden kann und in sich gewissermaßen geschlossen ist.

Immer wieder begegnet man gerade im Internet sogenannten "Verbalrowdys", die es aufgrund der Tarnnamen leicht gemacht bekommen "verbale Gewalt aus allen Poren fließen zu lassen", um es mit einem Sprachbild des Autors zu verdeutlichten. Wie pflegt man mit einem bissigen, einschüchternden, angriffslustigen Menschen Umgang? Wie kann man sich grundsätzlich von verbaler Gewalt, Missbrauch und Manipulation solcher Verbalrowdys, auch im realen Leben befreien, bzw. schützen? Zunächst natürlich, indem man solche Menschen sehr schnell aufgrund ihrer Verhaltensmuster auslotet. Verbalrowdys sind jähzornig, aggressiv, manipulatorisch, ambivalent, wechselhaft und sarkastisch. Überall dort, wo verbale Gewalt dauernd herrscht, wird es schwer eine gesunde Kommunikation und gesunde Bindungen zu realisieren, (vgl.:S.64ff).

Es muss uns klar sein, dass der Jähzornige eine zornige Antwort erwartet und genau diese dürfen wir ihm nicht geben. Im Umgang mit solchen Menschen, muss man einen kühlen Kopf bewahren und darf sich nicht auf dessen Schlachtfeld führen lassen. Der Autor empfiehlt nach Möglichkeit, um solche Menschen einen großen Bogen zu machen und wo das nicht geht, Grenzen zu ziehen.

Man muss sich von keinem kränken und beleidigen lassen. Hier gilt es Gleichgültigkeit zu entwickeln, um keine seelischen Schäden davon zu tragen. Man muss sich u.a. bewusst machen, dass Aggressivität anderer ein Hinweis darauf ist, dass man dabei ist, seine Träume zu verwirklichen, denn genau diese Tatsache löst bei anderen Aggressionen aus, (vgl.: S.87).

Wir alle kennen Neider. Das sind jene unzufriedenen Menschen, die durch das destruktive Neidgefühl angestachelt werden, dem anderen nehmen zu wollen, was er erreicht hat. "Neid heißt, den Erfolg anderer mit erbitterter Wut zu quittieren." (S.32). Der Autor reflektiert dieses Verhaltensmuster sehr eloquent und macht auch deutlich, wie viel besser es doch für das eigene Fortkommen ist, Menschen zu bewundern, anstelle sie zu beneiden.

Sehr aufmerksam las ich das Kapitel über "Abqualifizierer". Das sind jene Menschen, die es darauf anlegen unser Selbstwertgefühl unter ihre Herrschaft zu bringen. Diese Menschen möchten uns verunsichern und abhängig machen von ihren Worten. Abqualifizierer reden kleine Fehler groß, um unser Selbstwertgefühl zu unterminieren, (vgl.: S.49). 

Diese Menschen sind aufgrund ihrer persönlichen Frustrationen nicht gewachsen und konnten ihre Träume nicht entfalten, deshalb müssen sie andere niedermachen. Das darf man natürlich nicht zulassen.

Für alle im Buch beschriebenen toxischen Typen gilt, dass man Grenzen zieht, sie nicht an sich heran lässt, sie vor allem rechtzeitig erkennt, denn sie schaden uns weit mehr als sie uns nützen können und hindern uns daran, unsere Träume zu realisieren.

Kürzlich habe ich ein Buch rezensiert, das sich mit den Handlungsmustern von Psychopathen näher befasst. Stamateas widmet diesem toxischen Typ auch ein Kapitel. Hier liest man, dass Psychopathen schnell beleidigt sind und skrupellos manipulieren, betrügen und täuschen. Psychopathen wollen Kontrolle und Macht über ihre gesamte Umgebung und das darf man nicht zulassen.

Wir alle müssen lernen, Bindungen zu lösen, die uns nicht gut tun. Man muss sich nicht verletzen lassen. Man kann sich durchaus von toxischen Typen befreien. "Jeder von uns ist mit einer einzigartigen Kombination von Fähigkeiten, Gaben und Talenten geboren, die er nur selbst entfalten kann," resümiert der Autor zutreffend am Ende des Buches und genau das sollten wir tun und uns abgrenzen von dem, was uns vergiftet.

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