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Rezension: #Hoffnung –Der wahre #Schlüssel zum #Glück.

Autor dieses wunderbaren Buches ist der Journalist Leo Bormann. Er hat sich bereits lange mit dem Glück und der Liebe auseinander gesetzt und bat Forscher aus aller Welt, uns auf wissenschaftliche Art in die Geheimnisse dieser universellen Begriffe einzuweihen. 

Als Antrieb für das höchste aller Gefühle, die Liebe, erweist sich die Hoffnung. Menschen, die hoffen, sind glücklicher, gesünder und erfolgreicher. Sie nutzen die eigene Willenskraft und Wegfindungskraft, erfährt man. Auch fühlen sie sich mit anderen verbunden und unterschützt. Menschen, die hoffen, wollen nicht nur überleben, sondern ihr Leben meistern. 

Wie der Autor schreibt, geht dies weit über Optimismus, Wünsche, Tagträume und sich selbst erfüllende Prophezeiungen hinaus. Das Buch stellt viele Erscheinungsformen und Eigenschaften von Hoffnung vor. Dabei lehrt es uns auch, dass wir stets die Kontrolle über unser Leben übernehmen können. 

100 Experten aus aller Welt präsentieren ihr Wissen aus jüngsten Experimenten und Langzeitstudien.  Gleich zu Beginn liest man eine Hoffnungsbotschaft des Nobelpreisträgers Kofi Annan. Er sagt: "Leben heißt wählen. Aber um richtig zu wählen, müssen wir wissen, wer wir sind, wofür wir stehen, wohin wir wollen und warum wir dorthin wollen."

Unmöglich all die Hoffnungsbotschaften aus dem Buch hier zu benennen oder etwas über all die Wissenschaftler, ihre Studien und Experimente zu schreiben, die zur Sprache kommen. Mehr als streifen lässt die Rezension leider nicht zu. 

Wichtig ist, nach der Lektüre der Texte sich immer die Hoffnungsbotschaften gut einzuprägen, sie entschlüsseln nämlich in der Erinnerung den jeweils gelesenen Text. Prof. Anthony Scioli schreibt über das Netz der Hoffnungen. Dabei nennt er fünf Ebenen, die sich als sehr erhellend für das Thema erweisen. 

Selbstvertrauen wird immer wieder als wesentlich bezeichnet und der Glaube an die Zukunft selbst in Zeiten der Not ebenfalls. Man erfährt u.a., dass Hoffnung  ein starker Motor für sozioökonomische Erholungsprozesse darstellt. 

Nicht uninteressant ist, dass es weniger darauf ankommt, wie optimistisch man sich fühlt als vielmehr wie optimistisch man die Menschen in unserer Umgebung stimmt, weil kollektive Hoffnung ein starker sozioökonomischer Effekt ist. Wer hoffnungsvoll ist, hat beim Erreichen von Zielen auf vielen verschiedenen Gebieten Erfolg. Kimberly Hills nennt die elf Gebote der Hoffnungsstrategie, die man sich immer wieder bewusst machen sollte und Karademas betont, dass Hoffnung eng mit Optimismus verbunden ist, um sie aber konstruktiv zu nutzen, muss man sie mit Selbstkontrolle und Bewusstsein für Stärken und Schwächen verknüpfen. 

Man liest über die Ökonomie der Hoffnung, denn sie ist ein Kernelement von Entscheidungen. Rational hoffnungsvolle Menschen suchen keine unmittelbare Befriedigung, so Peccenino, sondern blicken voraus und planen. Hoffnung sollte nicht passiv, sondern stets aktiv gelebt werden, damit sie eine starke Motivationskraft darstellt. Hoffen ist nur dann positiv, wenn man sich einem Problem stellt, wer passiv wartet,   gelangt in immer größere seelische Not. 

Es ist nicht so erheblich, ob man optimistisch oder pessimistisch ist, entscheidend ist die Hoffnung, um von depressiven Stimmungen verschont zu bleiben. Hoffnung kann man finden, wenn man hoffnungsvolle Menschen kennt, die unseren Weg erhellen. Es können auch höhere Ziele sein, wie Mandela es z.B. bewiesen hat. 

Immer wieder gelangen Wissenschaftler zum Ergebnis, dass Hoffnung ein lebenswichtiger Puffer ist, der uns vor Negativität, Resignation und Verzweiflung schützt. Marin J. Tomasik, Wissenschaftler aus der Schweiz weiß, dass eine positive Sicht auf das Altern Menschen mindestens sieben Jahre länger leben lässt als Menschen mit einem negativen Bild. Dies natürlich ist sehr bemerkenswert und sollte zur Verhaltensänderung all jener beitragen, die noch jung ihr Alter vor sich hertragen wie eine Monstranz. 

Wichtig zu wissen: Wer auf die größere/spätere Belohnung warten kann, hat tendenziell mehr Erfolg im Leben, (vgl. dazu Hanno Beck, 132).

Weiter wichtig ist zu wissen, dass hoffnungsvolle Menschen auch eher aktiv ihre Ziele verfolgen. Mittels sich selbsterfüllender Prophezeiungen setzen Hoffnungen persönliche, soziale und wirtschaftliche Ressourcen frei. Ängste hingegen blockieren solche Ressourcen. 

Hoffnung benötigt den Zweifel, um gut zu funktionieren, ansonsten besteht die Gefahr, dass Hoffnung zum Opiat wird. Tagträume sind von Bedeutung, um Ziele zu realisieren. 

Sie helfen uns, unsere Hoffnungen leichter wahr werden zu lassen. Die 8 Glückgewohnheiten von Miriam Akhtar lernt man kennen und man erfährt, dass dann, wenn man sich selbst Mut macht, die Wahrscheinlichkeit eines negativen Ausgangs minimiert wird. 

Interessant auch sind die Ratschläge für Spitzenkräfte. Wer Sinn sucht, findet Hoffnung, liest man. Spiritualität ist eine Hoffnungsquelle. Beruhigend scheint mir der Gedanken, dass alles seine Zeit hat. Hoffnung lehrt uns, daran zu glauben, dass am Ende des Tunnels Licht und viel Grün auf uns wartet und wird von daher Grund haben vorwärtszustreben.

Wohl dem, der das Hoffen nicht verlernt hat. Das Buch hilft Hoffnung wieder zu finden. 

Sehr empfehlenswert 

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Dumont-Verlag und können das Buch dort bestellen: http://www.dumont-buchverlag.de/buch/Hoffnung./16056. Sie können es aber auch bei Ihrem Buchhändler um die Ecke ordern.

Rezension: Oh... diese #Philosophen-#Helme_Heine- #Bertelsmann

Dieses Buch präsentiert "philosophische Appetithappen" mit hübschen Illustrationen des Buchkünstlers Helme Heine. 

Nach dem Prolog beantwortet Heine zunächst zwei Fragen: 

#Philosophie, was ist das? 

Woran erkennt man einen #Philosophen? 

Die #Illustrationen bereits lassen erahnen, dass es den Antworten nicht an Leichtfüßigkeit fehlt. Heine hat es als Maler und Zeichner vor allem gereizt, die ausgesuchten Protagonisten aus den letzten 2500 Jahren zu porträtieren. Dabei ging es ihm keineswegs um äußere Ähnlichkeit, sondern mehr um ein #Seelenbild. 

Text und Illustration bilden eine klar erkennbare Einheit. Die textliche Vorstellung der Philosophen untergliedert er in die Rubriken:

Antike 
Das katholische Zeitalter 
Die Neuzeit 

Dem Autor gelingt es stets, auf einer oder zwei Seiten den jeweiligen Philosophen und dessen Grundgedanken vorzustellen. Über nicht wenige habe ich mich im Rahmen von Rezensionen bereits ausführlich geäußert und meine deshalb, dass seine #Appetithappen das anbieten, was sie versprechen. 

Der Autor fast stets die Quintessenz des Denkens jedes textlich vorgestellten Denkers zusammen und präsentiert diese Sentenz mit der Illustration vorab. Das ist stets bestens gelungen.

Bemerkenswert finde ich, die zeichnerische Charakterisierung #Voltaires und die Sentenz, die die Quintessenz seines Denkens ausmacht.  "Frei sollt ihr sein"  ist übrigens dessen Kernaussage.

Was ich bislang nicht wusste, ist,  dass Voltaire, nachdem er zu Reichtum kam, ein großherziger #Spender, #Helfer und #Wohltäter wurde. Er unterstützte nicht nur junge Autoren, sondern stellte Arbeitern Häuser und #Kapital zur Verfügung, damit sie sich selbstständig machen konnten. #Nietzsche nannte ihn übrigens der "größten #Befreier der Menschheit". 

Neben #Sokrates, #Platon, #Spinoza, #Kant und #Jaspers gehört er zu meinen Lieblingen unter den Philosophen. So viel nur dazu.

Den wichtigsten Satz formulierte meines Erachtens  aber #Anaximander (611- 546 v. Chr.), indem er sagte: "Die Dinge müssen sterben, um Platz zu machen für das Neue: Würde alles im Dasein verharren, behinderte sich das Schöpferische."

Das Buch ist ein gelungener Einstieg für alle, die sich mit Philosophiegeschichte befassen wollen. 

Empfehlenswert 
Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zu Bertelsmann und können das Buch dort bestellen. Sie können es aber auch bei Ihrem Buchhändler um die Ecke ordern.
http://www.randomhouse.de/Buch/Oh-diese-Philosophen/Helme-Heine/e475968.rhd

Rezension: Die #Psychologie des Gelingens- #Gabrielle_Oettingen- Pattloch

Prof. Dr. Gabriele Oettingen hat u.a. am #Max_Planck_Institut für #Verhaltensphysiologie in Seewiesen und am Max –Planck-Institut für #Bildungsforschung in Berlin gearbeitet. Derzeit forscht und lehrt die Autorin des vorliegenden Buchs an der #New_York_University und an der #Universität_Hamburg. 

Die #Wissenschaftlerin bezieht sich in ihrem Werk auf wissenschaftliche Studien, Aufsätze und Kapitel aus Büchern, die sie und ihre Kollegen in den vergangenen 20 Jahren veröffentlicht haben. Ziel des Buches ist es, aufzuzeigen, wie man sich #Wünsche erfüllen kann. 20 Jahre Arbeit in der #Motivationsforschung haben gezeigt, dass es gerade die Hindernisse sind, von denen wir glauben, dass sie uns von der Wunscherfüllung abhalten, am meisten helfen, unsere Wünschen zu realisieren. Notwendig ist dabei,  nur anders mit ihnen umzugehen. 

Es scheint so zu sein, dass positives Denken allein nicht zielführend ist. Im Gegenteil. Wer träumt und nicht handelt, dem fällt keineswegs etwas zu, wie derzeit allerorten verkündet wird. Der einlullende Akt des Träumens gaukelt uns nicht selten die Erfüllung unserer Wünsche vor und nimmt gleichzeitig die Energie, die wir benötigen, um Herausforderungen unseres Lebens zu bestehen. 

Eine neue Methode, sich die Zukunft vorzustellen, ist das "#mentale_Kontrastierten". Dieses lehrt uns einerseits unsere Träume zu träumen, andererseits uns unsere Hindernisse zu vergegenwärtigen, die uns abhalten, die Träume zu verwirklichen. Sobald man das mentale Kontrastieren anwendet, gewinnt man die für das Handeln notwendige Energie. 

Wenn man zudem noch einen Plan macht, wie man konkret handeln wird, wenn Hindernisse auftauchen, dann gelingt es uns auch, diese zu überwinden und auf dem eingeschlagenen Weg voranzukommen. 

Das Buch führt den Leser in die Forschungswerkstatt, in der untersucht wird, weshalb Zukunftsträume oft nicht das halten, was man sich von ihnen verspricht. Gezeigt wird, wie mentale Kontrastierung funktioniert und speziell im Nicht-Bewussten wirkt. Auch wird die spezifische Prozedur vorgestellt, die alles noch effektiver macht. Zum Schluss wird in zwei Kapiteln aufgezeigt wie besagte Methode auf drei Gebieten persönliche Veränderungswünsche real umsetzt: es geht dabei darum,   gesünder zu leben, Beziehungen zu verbessern und in der Schule oder aber am Arbeitsplatz mehr zu leisten.

Die Autorin gibt eine Anleitung, wie man die Methode auf das persönliche Leben übertragen kann. Es handelt sich um vier Schritte, die auf der mentalen Kontrastierung basieren. Diese werden #WOOP genannt. WOOP steht für Wish, Outcome, Obstacle, Plan. Auf Deutsch heißt das #Wunsch, #Ergebnis, #Hindernis, #Plan. 

Diese Methode ist wissenschaftlich geprüft. Man kann sie problemlos erlernen. Dabei ist sie anwendbar auf kurz- und langfristige Wünsche und bewirkt, dass man energetischer und zielgerichteter handelt. 

Untergliedert ist das Buch in 8 Kapitel. Natürlich benötigt man Geduld, damit WOOP auch wirklich funktionieren kann. Es empfiehlt sich WOOP auch in #Stresssituationen und bei hartnäckigen #Ängsten anzuwenden. Wichtig ist, sich Wenn-dann-Pläne zurechtzulegen. Mit ihnen nämlich kommt man besser durchs Leben wie mit dem Gedanken "Es wird schon gut gehen". 

Vorwegdenken, heißt nicht das Negative anziehen, sondern Lösungen griffbereit zu haben, wenn es denn eintreten soll. 

Sehr empfehlenswert 

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zu Pattloch und können dort das Buch bestellen.
Sie können es aber auch bei Ihrem Buchhändler um die Ecke ordern.http://www.droemer-knaur.de/buch/8572139/die-psychologie-des-gelingens

Rezension: Wie #Gefühle heilen- Dr. med. #Alexander_Sembritzki #Knaur

Autor dieses wirklich lesenswerten Buches ist der Allgemeinmediziner, Therapeut und Dozent in #Chinesischer_Medizin und #Akupunktur Dr. med Alexander Sembritzki. 

Er verbindet in seinem medizinischen Tun westliche und östliche #Heilansätze. Dieser #integrative_Ansatz zeigt neue Sichtweisen und Wege zur #Heilung, in die er die körperliche und geistig- seelische Ebene gleichermaßen einbezieht. 

Sein Buch hat er in drei große Teile untergliedert. Diesen ist eine Einführung vorangestellt. Dem Autor geht es darum, den Stellenwert der Chinesischen Medizin und anderer fernöstlicher Heilmethoden in der Heilung hervorzuheben, Zusammenhänge zu erklären, Bewusstsein zu schaffen und Lösungsansätze zu zeigen. 

Im ersten Teil erfährt man mehr über die drei Lebensebenen: #Körper, #Gefühl und #Verstand. Hier liest man u.a. worin sich Empfindung und Gefühl unterscheiden und versteht, weshalb Gefühle Bewegungen in unserem Inneren sind. 

Die Entwicklung des Verstandes kommt zur Sprache und man wird über die Verknüpfung von Empfindung, Gefühl und Verstand in Kenntnis gesetzt. Man lernt wie man mit intensiven Gefühlen besser umgeht, ohne sich sogleich überfordert zu fühlen, erfährt mehr über äußere und innere Stärke und auch darüber, weshalb Körperarbeit, Atemarbeit und Stimmarbeit so hilfreich im Umgang mit Gefühlen und Heilungsprozessen sind. 

Auch #Gelassenheit ist ein wichtiger Moment, denn Gelassenheit bedeutet, nicht zwingend reagieren zu müssen, sondern alles so sein lassen zu können, wie es im Augenblick ist.

Dr. Sembritzki nennt fünf Schritte wie man, wie man Gefühle bewusst in sein Leben integrieren kann: 
1. Wahrnehmen, was ist 
2. Zulassen, was kommt 
3. Annehmen von ganzem Herzen 
4. Im größeren Kontext erfassen 
5. Loslassen und bewusst zulassen 

Diese einzelnen Schritte erläutert er in der Folge genau. Zudem gibt es zu jedem Schritt eine Übung. Anschließend dann wird man mit den Begriffen Bewusstheit und Bewusstsein vertraut gemacht. Mit diesem Wissen sensibilisiert, lernt man die fünf Gefühlsfamilien kennen. Dabei handelt es sich um: 
#Angst 
#Aggression
#Sehnsucht, #Freude, #Liebe
#Sorge und #Mitgefühl 
#Trauer und #Traurigkeit 

Weil Angst in unserer Kultur als Schwäche betrachtet wird, bemühen wir uns, Angst nicht zu zeigen. Wissen aber muss man, dass Angst alle unsere Potenziale lähmt. Über Furcht und diffuse Ängste wird man aufgeklärt und man erfährt Näheres über die begleitenden Körperreaktionen. Anhand eines Schaubildes kann man sich einen Eindruck verschaffen wie sich Angst im Körper ausdrückt. Menschen mit ausgeprägten Ängsten sollten sich erden. Diesbezüglich ist eine Übung beigegeben.

Wichtig zu wissen, wenn wir aufrecht stehen und dabei entspannt sind, geben wir unseren #Ängsten weniger Angriffsmöglichkeiten und insofern weniger Macht über uns. Im Zusammenhang mit der Darstellung von Ängsten erfährt man auch etwas zu der von Angst geprägten Lebenshaltung. Wer von klein an lernt, sich seinen Gefühlen und so auch seinen Ängsten zu stellen und sich Methoden aneignet, damit umzugehen, wird Selbstvertrauen und Widerstand entwickeln. 

Scham- und Schuldgefühle hängen mit Angst zusammen. Wer es schafft, sich seiner Angst zu stellen, hat die Chance, Potentiale frei zu setzen. Auch hier kann man anhand einer Übung etwas erlernen, in diesem Fall wie man sich der Angst stellt. 

Stress als Mischung zwischen Angst und Aggression zu begreifen, ist auch höchst bemerkenswert. Wie man Stress auflöst, lernt man in der Folge anhand von 9 Lösungsmöglichkeiten. 

Beim Thema Aggression dann wird genau erläutert, worum es sich dabei handelt und man erfährt, wie das Gefühlsspektrum der Aggression entsteht. Gezeigt wird auch, was bei aufgestauter Aggression im Körper geschieht und wie man unterdrückte Aggression heilen kann. 

Auch über die anderen Gefühlsfamilien erfährt man viel Wissenswertes. So etwa wie Sehnsucht entsteht und wie überhitzte Herzgefühle sich auf den Körper auswirken. Gefallen hat mir die Übung "Das innere Lächeln", aber auch die Reflexion über die Formen der Liebe sowie über die Bedeutung von Sorge und Mitgefühl. 

Sehr bemerkenswert fand ich, an welchen Stellen sich Trauer oder Traurigkeit festmacht am Körper. Trauer und Traurigkeit sind Reaktionen auf Wandel und Verlust. Es führt zu weit,  an dieser Stelle auf Einzelheiten näher einzugehen. Wichtig ist, sich mit dem Kreislauf der Gefühle zu befassen und auch zu begreifen, was uns Gefühle der genannten Gefühlsfamilien lehren wollen. 

Im Anhang kann man  in einer Übersicht Grundgefühle und ihre Wandlungsphasen sehr gut nachvollziehen. 

Alles in allem ein äußerst hilfreiches Buch, dass nicht nur eine Fülle von Informationen liefert, sondern auch durch die eingebunden Übungen von großem praktischen Nutzen ist. 

Sehr empfehlenswert 

Helga König

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Rezension: Das #Psychotest-Buch-Ben Ambridge- #Knaur

Ben Ambridge, der Autor dieses spannend zu lesenden, interaktiven Werkes lehrt Psychologie an der Universität Liverpool.

Sein Psycho-Test-Buch ist in seinem Heimatland ein großer Erfolg, nicht zuletzt, weil es nicht mit langatmigen Theorien, komplizierten Experimenten und unübersichtlichen Statistiken arbeitet, sondern mittels interaktiven Tests, Spielen und Rätseln. 

Testen kann der Leser seine Persönlichkeit, Intelligenz, Fähigkeit zum logischen Denken, Empfänglichkeit für optische und mentale Täuschung, die Präferenzen bei der Wahl des Liebespartners, das zeichnerische Können, das Talent zum Multitasting und den Musikgeschmack.

Man lernt im Buch die besten Antworten kennen, die die Wissenschaft heute bei den entsprechenden Tests zu bieten hat. Studien werden beschrieben, aber hauptsächlich besteht diese Publikation aus Experimenten. 

Das Werk beginnt mit dem legendären Rorschach-Test, den der Schweizer Psychologe Hermann Rorschach 1921 veröffentlicht hat. Man erfährt, welche Theorie hinter dem Test steht und es gibt auch eine Beurteilung im Hinblick auf den Nutzen. 

Es ist spannend und erkenntnisreich die Tests in der Folge alle zu machen und die Erläuterungen im Hinblick auf die Auswertungen zu lesen.  Ob dies zu Verhaltensänderungen führt, hängt von der inneren Bereitschaft ab.

Mehr über psychologische Phänomene zu erfahren, ist kein Fehler und vergnüglich dazu, wenn es auf geradezu spielerische Art geschieht. 

Bei allem ist das  Buch eine schönen Herbst- und Winterbeschäftigung, die zum Nachdenken anregt und enthält eine Fülle von Literaturhinweisen und Weblinks, um sich  noch weiter zu informieren. 

Sehr lehrreich und insofern empfehlenswert. 

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zu KNAUR und können das Buch dort direkt bestellen. Siekönnen es aber auch bei Ihrem Buchhändler um die Ecke ordern.http://www.droemer-knaur.de/buch/8218504/das-psycho-test-buch

Rezension: Schlüsselsätze der #Liebe- 50 kluge Gedanken, die Ihre Beziehung verbessern können. Oskar Holzberg- DUMONT

Autor dieses klugen und dabei sehr flüssig geschriebenen Buches ist der Psychotherapeut, Supervisor und Dozent Oskar Holzberg, dessen Arbeitsschwerpunkt die Paartherapie verkörpert. 

Holzberg schreibt seit 1984 zu psychologischen Themen Texte in Zeitungen sowie Zeitschriften und hier nicht zuletzt die Brigitte-Erfolgskolumne. 

Der vorliegende Ratgeber ist in 7 Abschnitte untergliedert. Diese lauten: Widersprüche, Bindung, Commitment, Liebesvorstellungen, Sexualität, Kommunikation, Frau und Mann. 

Wie Holzberg im Vorwort bereits bekundet, möge man in seinen Texten nicht nach einer Wahrheit, der richtigen Antwort oder der besten Lösung suchen, denn dafür seien Liebesbeziehungen zu kompliziert. Man könne aber Anregungen und Einsichten finden, die uns helfen unseren Weg in unserer Liebesbeziehung leichter und besser zu finden. 

So erfährt man erst einmal, dass rund 70 Prozent aller Probleme in einer Beziehung unlösbar sind. Das sollte man sich gut merken. Der Therapeut verdeutlicht, dass man Beziehungen erst dann sinnvoll führen kann, wenn man versteht, dass es für die meisten Konflikte in einer Partnerschaft keine Lösung gibt, die ein Problem endgültig aus der Welt schafft. Hat man dies erst einmal begriffen, sucht man nach Lösungen, um das Problem leben zu können. 

Wichtig auch ist die Beziehungsregel Nr. 1: "In einer Beziehung kann niemand Recht haben." Wer sie nicht beherzigen möchte, sollte besser alleine bleiben. 

Dass Hilflosigkeit auch helfen kann, hat so mancher Erwachsene vergessen. Schmerz und Ratlosigkeit miteinander zu teilen, ist nämlich ein Bestandteil von Liebe. 

Warum Gegensätze vom Gleichen sich anziehen, erfährt man in der Folge. Es sind letztlich die Ähnlichkeiten, die verbinden. Die Gegensätzlichkeit soll dazu führen, die Sicht aufeinander zu verändern. 

Macht und Ohnmacht sind ein Thema und auch die Tatsache, dass unsere Bindungserfahrungen aus der Kindheit es sind, die uns prägen. Bindungsforscher und Neuropsychologen haben entdeckt, dass unser Gehirn ein soziales Organ ist und unsere Psyche nach positiven, sicheren Beziehungen strebt. Glückliche Beziehungen sind gut für die Gesundheit und Beziehungen mit mangelndem Vertrauen belasten sehr. Diese Erkenntnis ist wissenschaftlich bestätigt worden. Auch hier sollte man seine Schlüsse daraus ziehen und  möglicherweise umdenken. 

Dass Beziehungen heilen können, wird ebenfalls zur Sprache gebracht und zudem, dass man durch positive Beziehungserfahrungen ursprüngliche Bindungsmuster verändern kann. Wer seine Schwächen verbirgt, schafft keine Bindung und wer sich immer nur verteidigt schadet dem Liebesverhältnis, weil er mauert. 

Wissen auch sollte man, dass Konfliktangst Trennungsangst ist und dass man bei Überflutung negativer Emotionen besser im Streit eine Pause einlegt, um zu deeskalieren und einander nicht weiter zu kränken. 

Weshalb die Liebe eine Willensentscheidung ist, macht der Autor in seinem Buch auch deutlich. Zwar wird diese durch Gefühle bestimmt, aber eine lange, vertraute Zweisamkeit liegt letztlich im Zentrum des Lebensentwurfes, den wir geschaffen haben, so Holzberg und den wir zu erhalten versuchen. Die gemeinsame Welt zu erhalten. dem gälte unser Commitment. Liebe sei nicht Erfüllung. Sondern das Erfüllte auszuhalten. 

Holzberg schreibt auch über Krisen und Stadien, die Liebesbeziehungen durchlaufen. Er erklärt zudem, wieso Beziehungen immer vorgehen und das gängige Menschenbild, das von unabhängigen Individuen ausgeht, letztlich absurd ist. 

Beziehungen sind immer in Bewegung, verändern sich also. Damit müssen wir lernen umzugehen. 

Um die Neugierde nicht zu mindern, möchte ich nicht auf alle Punkte im Buch eingehen, empfehle aber speziell das Kapitel "Liebesvorstellungen" zu lesen, das klar macht, dass Liebesbeziehungen eine Herausforderung sind. Weshalb "verstehen" keineswegs bedeutet,  "einverstanden zu sein" und "liebsein" nicht Liebe heisst, sollte jedem einleuchten. Tut es aber leider nicht immer. Wir wissen es alle.

Interessant auch finde ich, was der Autor über Affären schreibt. Sie aufzuarbeiten sei ein langwieriger Prozess, aber Aufarbeitung sei möglich. Affären sind also überlebbar und zerstören in der Regel eine Liebesbeziehung nicht. 

Nicht nur in Beziehungen wirkt ein Wortschwall enervierend, allerdings vertreibt er hier den Partner aus der emotionalen Nähe. Auch das sollte man sich bewusst machen. Dies uns so vieles andere mehr. 

Beziehungen dauerhaft zu leben, heißt in erster Linie aufeinander zu zugehen, besonders dann, wenn die Zeiten rosig sind, denn in schweren Zeiten hält man ja ohnehin zusammen. 

Lehrreich, insofern empfehlenswert.

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Dumont-Verlag und können das Buch bestellen. Sie können es aber auch bei ihrem Buhhändler um die Ecke ordern. http://www.dumont-buchverlag.de/buch/Oskar_Holzberg_Schluesselsaetze_der_Liebe/16054. 

Rezension: Vom Nutzen der Feindschaft- Wilhelm Schmid

Der Autor dieses kleinen Büchleins aus der Insel-Bücherei ist der Philosoph Prof. Dr. Wilhelm Schmid. Er befasst sich mit einem eher unliebsamen Thema und zwar mit dem der Feindschaft. Dass es diese gibt, kann nicht bezweifelt werden. Fatal ist, dass alle Anfeindungen gegen sie ihre Existenz nur bekräftigen. 

Ein Buch mit dem Titel "Vom Nutzen der Feindschaft" angesichts des Flüchtlingselends, dem Ergebnis eines seitens der Mächtigen provozierten Feindschaftsklimas zu lesen, kostet Überwindung. So liest man, Feinde machen den Angefeindeten dadurch interessant, dass sie ihn ins Abseits stellen. Je intensiver sie ihm das Leben schwer machen, umso mehr rufen sie Mitgefühl hervor.  Darin einen Nutzen von Feindschaft zu sehen, halte ich für zynisch.

Wer Feinde anziehen möchte, die ihre Rolle gut auszufüllen versprechen, muss sich um die Kultivierung der Feindschaft bemühen. Schmid meint, es bestehe kein Grund sich gegenüber Feinden grob zu verhalten, sondern es genüge, sie zu ignorieren. Die beste Waffe sei keineswegs Rache, sondern großmütige Behandlung. Terroristen lassen sich leider weder durch Ignoranz  noch Großmut in die Schranken weisen. Das haben wir mittlerweile alle gelernt zu begreifen.

Der Autor nimmt immer wieder Bezug auf Philosophen aus vergangenen Jahrhunderten, um das Thema näher zu beleuchten, hier u.a. auf Baltasar Gracián und Plutarch. Nur der blinde Egoist wolle seinem Feind empfindlich schaden, liest man. Das vermute ich allerdings auch. In der Regel möchte man Opfer vor Anfeindungen schützen. Schaden wird in diesem Zusammenhang billigend in Kauf genommen.

Wie der Autor bekundet, lässt sich auf den Feind alles Übel der Welt projizieren, um sich selbst davon zu entlasten. Ein "Nutzen", den ich eher mit viel Skepsis betrachte, weil er kein Bewusstsein schafft. 

Feinden könne man mittels Freundlichkeit den Boden entziehen und wenn es sich um wahre Freundlichkeit handelt, könne sogar Freundschaft daraus entstehen. Dies trifft dann möglicherweise zu, wenn es sich bei dem Feind nicht um einen Soziopathen handelt. Bei ihm greift die Methode leider nicht. 

Wichtig ist, sich nicht in Muster von Feindschaften einreihen zu lassen, sondern sich diese Muster bewusst zu machen. Diese Muster nämlich bewirken, dass Gruppierungen sich in einer Gesellschaft feindlich gegenüber stehen, ohne wirklich zu wissen, weshalb. Das ist wahr. Leider wird von unseriösen Marktingfirmen immer genau hier die Trommel gerührt und genau darin der Ansatz für perverse Freund-Feind-Werbespielchen gesehen, die zu durchkreuzen der Aufklärung bedarf. 

Der Autor fragt, ob die Menschen des Bösen bedürfen. Interessant ist hier der Gedanke der Notwendigkeit von Polarität. "Nur zwischen gegensätzlichen Polen können Energien fließen, daher bedarf das Leben zusätzlich zum positiven Pol von Beziehungen der Liebe, der Freundschaft, der guten Kollegialität, Bekanntschaft und Nachbarschaft eines negativen Pols." 

Offenbar scheinen alle menschlichen Verhältnisse unbewusst die Notwendigkeit einer Wiederherstellung der Polarität zu folgen, so Schmid. Es scheint immer wieder um den Ausgleich zu gehen. Ist der Konsens zu groß, wächst das Potenzial für einen großen Knall heran. Jeder, der schon einige Jahrzehnte lebt, weiß das. Doch muss man das Böse deshalb akzeptierend als Notwendigkeit mitdenken? 

Die Fähigkeit zum Bösen im eigenen Selbst entrüstet von sich zu weisen und dafür auf Andere zu zeigen, diene nur dazu, die innere Polarität nicht wahrhaben zu müssen. Wenn sich das Böse als Teil der Polarität des Lebens erweise und sich jedem Versuch der Eliminierung wiedersetze, bestehe unsere Aufgabe darin, es auf verträgliche Weise ins Leben zu integrieren. Dieser Gedanke ist folgerichtig. Was mir daran nicht gefällt ist, dass Ideologen das Böse auf diese Weise legitimieren könnten und am Ende Menschenrechte keine fest Größe mehr darstellen. "Verträglich" ist ein dehnbarer Begriff.

Oscar Wilde als "Großmeister der Bosheit" zu bezeichnen will mir auch nicht gefallen, denn seine Biographie zeigt, dass er kein boshafter Mensch war. Er war ein Sarkast und Gesellschaftskritikter, aber kein "Großmeistermeister der Bosheit". Diese Bezeichnung trifft auf Hitler, Goebbels, Goering, Himmler und Konsorten zu. 

Ich stimme mit dem Autor überein, dass die meisten Siege Pyrrussiege sind. Deshalb sollte man seine Schattenseiten genau beleuchten, um sie an anderen nicht bekriegen zu wollen. Sieger von Heute sind die Verlierer von Morgen, weil jede überbordende Macht (beim Siegen geht es immer um Gewinn von Macht) zuverlässig uns selbst ruiniert, so Prof. Dr. Schmid. Wer Macht gewinnt verliert sie wieder. Dabei sei das zentrale Problem jeder Macht sowohl in der Politik als auch im Privaten der Verlust an Sensibilität. Diese ist ein Element der Ethik. Sie stärkt Disziplin und Selbstmächtigkeit, die Aufstieg möglich macht und vor Arroganz und Herablassung schützt. Mittels der Selbstachtung begründet sie eine Achtung vor anderen. 

Ich schließe daraus, dass man besser seine Sensibilität kultiviert als dubiose Feindschaften, denn diese ziehen in den Abgrund und hinterlassen nur eine breite Spur von Verwüstung. 

Ein erstrebenswerten Nutzen von Feindschaft  kann es meines Erachtens nicht geben für Menschen, die an Nachhaltigkeit interessiert sind. 

Empfehlenswert 

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Insel-Verlag und können das Buch bestellen.http://www.suhrkamp.de/buecher/vom_nutzen_der_feindschaft-wilhelm_schmid_20509.html. Sie können es aber auch bei ihrem Buchhändler um die Ecke ordern.

Rezension: Der Feind in meinem Kopf- Matthias Hammer-GU

Dr. Matthias Hammer, der Autor dieses Buches, ist Psychologe. Bevor er eine eigene Praxis für Verhaltenstherapie eröffnet hat, leitete er die medizinisch-berufliche Rehabilitationsabteilung für psychisch kranke Menschen des Rudolf-Sophien-Stifts in Stuttgart. 

In vorliegenden Ratgeber lernt man seine "inneren Dämonen" zu zähmen und zu verwandeln, liest man vielversprechend gleich im Vorwort. 

Das Buch ist in vier Kapitel untergliedert. Dabei geht der Autor im ersten Kapitel der Frage nach, ob wir uns selbst sabotieren. Immer wieder wartet Hammer mit persönlichen Erfahrungsberichten von Menschen auf und schreibt auf diese Weise einen typisch amerikanischen Ratgeber. Das ist durchaus lobenswert, weil  dies Realitätsnähe dokumentiert.

Im Rahmen von Reflexionen, die der Autor durch vielerlei Fragen anstößt, beginnt man seine Verhaltensmuster näher unter die Lupe zu nehmen und Anzeichen für innere Feinde auszuloten. Hier werden dann Fragen gestellt, wie etwa: "Behalten Sie die innere Distanz?",  "Rutschen Sie ins Kind –Ich?"  "Wenden Sie starre Einstellungen und Regeln an?"

Ein mehrseitiger Test hilft die inneren Feinde zu enttarnen als da sind:

Der innere Kritiker 
Der innere Antreiber 
Der Katastrophisierer 
Der Harmoniesüchtige 
Der innere Vermeider 

Diese typischen inneren Feinde werden genau charakterisiert und dazu immer auch Fragen gestellt, die zum Nachdenken anregen. Wer kennt ihn nicht, den inneren Antreiber? Er ist es, der uns am liebsten im Hamsterrad auf ewig anketten möchte und uns zu immer mehr Leistung zwingt, die uns nicht selten weitaus mehr schadet als das sie nützt. 

Sich der Strategien der fünf inneren Feinde bewusst zu werden, ist sehr hilfreich, um sich von diesen Nervtötern zu befreien. Das gilt auch für die Vermeidungsstrategien, die uns dazu veranlassen, wichtige Aufgaben vor uns herzuschieben. 

Man erfährt, wie der Feind im Kopf entsteht. Dabei sollte man wissen, dass wir mit uns selbst heute meist genauso umgehen, wie unsere Eltern es früher  taten. All die Ermahnungen wirken wie Hindernisse, die uns ausbremsen, weil sie im Erwachsenenleben einfach kontraproduktiv sind. 

Man muss sich selbst neu begegnen, um die inneren Feinde zu verwandeln, muss lernen sich selbst zu umarmen, sich  zu entspannen mittels Selbstfürsorge. Wie das funktioniert, lernt man in diesem Buch auf vielfältige Weise. Hier auch wird man mit unseren inneren Anteilen vertraut gemacht, die uns geholfen haben, erwachsen zu werden und hier auch lernt man die heilsame Kunst der Achtsamkeit kennen. 

Wie heilsam es ist, mit sich selbst zu kommunizieren, ist auch ein Thema und ein Weiteres speziell jenes, das uns lehrt, wie man die inneren Feinde besänftigen bzw. entmachten kann. Sehr lehrreich sind der Dialog mit dem inneren Antreiber und auch die Methode, wie man sich der Bewertungsfalle entzieht. 

Wer sich nicht mehr selbst sabotieren will, tut gut daran, das Buch zu lesen. Man findet viele Anregungen, die dabei helfen, die innere Handbremse zu lösen und befreit seinen Weg zu gehen. 

Empfehlenswert.

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum GU-Verlag und können das Buch dort bestellen. Sie können es aber auch direkt beim Buchhändler um die Ecke ordern. http://www.gu.de/buecher/bewusst-gesund-leben/lebenshilfe/930667-der-feind-in-meinem-kopf/

Rezension: Ich spüre was, was du nicht spürst- #Anne_Heintze- GU

#Anne-Heintze ist die führende Expertin für Hochbegabung, Hochsensibilität und Hochsensivität bei Erwachsenen in Deutschland. 

Gleich am Anfang ihres hilfreichen Buches hat man Gelegenheit  44 Fragen zu beantworten. Mittels dieses Tests lässt sich ermitteln, ob man hochsensibel ist und in welchen Bereichen die Sensibilität  eine besondere Ausprägung aufweist.  

Das aufschlussreiche Werk ist in vier große Abschnitte untergliedert. Gezeigt wird, wie man seine Hochsensibilität kennenlernen und einschätzen kann, wie man Sinneswahrnehmungen filtert, Reizüberflutung weniger Raum gibt, die Botschaften der Wahrnehmungen besser versteht, immer häufiger lösungsorientiert denkt und handelt und den Blick öfter auf das Schöne und Vorteilhafte an der eigenen Hochsensibilität richtet. 

Hochsensible haben ein besonderes Frühwarnsystem: den Körper. Dieser drückt dann etwas aus, was zu Herzen geht. So weist die Haut als Grenze zuverlässig hin, wenn uns etwas stark negativ berührt. Je weniger hochsensible Menschen in der Lage sind, schädlichen Einflüssen Einhalt zu gebieten, umso leichter reagiert die Haut. Das kann ich bestätigen. 

Man erfährt wie Hochsensible in Sachen Selbstzweifel, Perfektion, Anpassung, Spiritualität und Sensitivität reagieren. Dabei muss man wissen, dass die enorm ausgeprägte Empathie bis hin zur Medialität gehen kann. Man muss sich nur darüber klar werden, dass man diesen inneren Reichtum nutzen sollte, Übungen im Buch unterstützen dabei. 

Die feinen Sensoren hochsensibler Menschen helfen, eine vielfältige Begabung zu entwickeln. Dabei ist ausgeprägte Neugier im Hinblick auf viele Themen ein Zeichen für Vielbegabung. 

Wer sich scheut, seine vielseitige Begabung auszuleben, sollte sich  mit dem Übung intensiv befassen. Die Schulung der Sinne ist sehr wichtig. Hierzu erfährt man im Buch auch Wissenswertes. So lernt man auch den Sinn einer königlichen Körperhaltung zu begreifen und sich mit Übungen zu beschäftigen, die zu mehr innerem Gleichgewicht führen. 

Unmöglich an dieser Stelle alle Übungen aufzuzählen, wichtig vor allem  sind die Übungen "Gezielte Stimmungsaufheller" und natürlich" Loslassen, was festhält" als  auch "Ein Wagnis eingehen". 

All das ist für Hochsensible mit besonderen Lernprozessen verbunden. Das Buch hilft dabei diese tatkräftig in Gang zu setzen. 

Empfehlenswert. 

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zu GU und können das Buch dort bestellen:http://www.gu.de/buecher/bewusst-gesund-leben/lebenshilfe/930423-ich-spuere-was--was-du-nicht-spuerst/. Sie können es auch bei ihrem Buchhändler um die Ecke ordern.

Rezension: Die unglaubliche Kraft der 'Farben - #Jean_Gabriel_Causse-#Hanser

Autor dieses Buches ist der französische Farbdesigner Jean –Gabriel Causse. Er ist Mitglied des "Comité Francais de la Couleur" und arbeitet für Modemarken wie Jil Sander.

In seinem Buch hat er neueste neuro-wissenschaftliche Studien zusammen- getragen und verdeutlicht wie Farben unser Empfinden und Verhalten beeinflussen. Das Werk ist in drei große Kapitel untergliedert, denen eine Einleitung vorangestellt worden ist und die mit einem Fazit abgerundet werden.

Das erste Kapitel lehrt den Leser zunächst Farben zu verstehen. Hier geht es um Farbwahrnehmung und Farbtemperatur. Wissen sollte man, dass Farben mithilfe dreier Elemente bestimmt werden. Bei diesen handelt es sich um den Farbton, die Helligkeit und die Sättigung, die den Grauanteil einer Farbe beschreibt.

Je höher übrigens die Temperatur ist, desto mehr geht die Farbe ins Blaue. Man erfährt wieviel Farben es gibt. Experten in Farbmetrik sagen, dass wir etwa 150 monochrome Farben erkennen. Dies entspricht 300 000 Farben, die durch unterschiedliche Lichtstärken und Sättigungen entstehen. Einige Experten gehen sogar davon aus,  dass wir  bis zu 3 Millionen Farben voneinander unterscheiden können.

Berichtet wird u.a. von der Farbwahrnehmung in der Tier- und Pflanzenwelt. Interessanterweise kann ein Stier die Farbe Rot nicht erkennen, dies hat er mit Katzen, Kaninchen und Ratten gemeinsam. Diese Kreaturen nehmen nur Blau und Grün wahr.

Zur Sprache kommt auch das neurologische Phänomen der "Synästhesie", das zumindest zwei Sinne miteinander verbindet. 152 Arten von Synästhesien sind bekannt. So gibt es beispielsweise Menschen, die Buchstaben oder Zahlen mit bestimmten Farben in Verbindung bringen.

Kapitel 2 befasst sich mit Farbeinflüssen. Klinische Versuche haben nachgewiesen, dass der Einfluss von Farben auf neurotische und psychotische Patienten sehr stark ausgeprägt ist. Farben wirken beeinflussend auf unseren Biorhythmus und die Melatoninausschüttung. Dies gilt im Besonderen für die Farbe Türkis.

Interessant sind die Betrachtungen der Farben der Gefahr und der physischen Dominanz. Hier liest man u.a. , dass man dann, wenn man leistungsfähig sein möchte, sich vor der Farbe Rot hüten soll. Will man sich als "natürlicher Anführer" präsentieren, soll eine rote Krawatte oder dergleichen helfen.

Babys macht die Farbe Rot Angst. Diese Farbe schärft die Sinne, damit man potentielles Scheitern und Gefahren minimieren kann. Das geschieht, indem unsere Vernunft aus- und die Großhirnrinde eingeschaltet werden.

Man lernt auch entspannende und kreative Farben kennen. Rosa verlangsamt den Herzrhythmus und wirkt sehr entspannend. Diese Farbe soll energiedämpfend sein und die Aggressivität verringern. Blau fördert die Kreativität. Bemerkenswerterweise wirken sich bestimmte Farben auch auf das Gedächtnis aus und speziell warme Farben steigern die Produktivität sowie die Freude an der Arbeit. Interessant sind auch die Studien, wie sich Farben von Fragebögen auf die Ergebnisse auswirken. So bewirken rote Fragebögen dreimal so viele radikale Antworten.

Farben der Sexualität sind ein Thema, auch Farben und Sport und schließlich sogar Farben und Geschmackswahrnehmung. Leider ist es unmöglich,  auf alle Facetten des Buches im Rahmen der Rezension einzugehen, nennen will ich aber den Aspekt Verpackung und wie Farben als Kaufanreiz dienen. Es gibt einen Zusammenhang zwischen der Erhöhung der Farbsättigung bei nahezu fluoreszierenden Farben und Spontankäufen beispielsweise. Sehr erhellend auch sind die Infos zu Farben und dem Online-Handel sowie der Hinweis, dass Kinder Schwarz, Weiß und Braun nicht mögen und nur ein Fünftel aller kleinen Mädchen Blau lieber mag als Rosa. Auf solche Erkenntnisse reagiert die Industrie natürlich und manipuliert subtil das Kaufverhalten 

Man erfährt in der Folge wie Farbe das Licht beeinflusst, auch was man unter einer Farbtherapie zu verstehen hat. 

Im dritten Kapitel dann geht es um die richtige Farbwahl und hier zunächst um Farbsymbolik, auch Feng Shui und entsprechende Farbeinflüsse werden gewählt und man erfährt Wissenswertes zu Farben bei der Inneneinrichtung. So sollte man Räume bei Berufen, die viel Nachdenken erfordern, bei denen schöpferisch gearbeitet wird oder kühle Entscheidungen getroffen werden, Blautöne wählen. 

Farben und Bekleidung werden auch beleuchtet und es werden ausführliche Betrachtungen zu allen Farben angestellt. Diese Betrachtungen sollte man sehr bewusst lesen, da sie überaus aufschlussreich sind. 

Im Anhang erfährt man mehr über die Farbsymbolik in der ganzen Welt.  Man wundert sich nicht, dass überall auf der Erde Grau für Traurigkeit, Modernismus, Angst, Monotonie und Schlichtheit steht. Die Farbe Grün hingegen, bedeutet in den USA Glück und Geld, während sie in Italien für Unglück steht und in China einem betrogenen Ehemann zugeordnet wird. 

Orange visualisiert in Japan die Liebe und in Indien die Leidenschaft, auf der ganzen Welt ist sie ein Zeichen für Lebensfreude und sollte meiner Ansicht nach allein schon deshalb eine besondere Stellung unter den Farben einnehmen.

Farben sind gut für uns, so das Fazit des Autors. Wer den Menschen Gutes will, schenkt Ihnen Farben. Ein Dankeschön an alle Maler, die uns immer und immer wieder dieses Geschenk machen und an den Autor, der die Leser umfassend zum Thema Farben aufklärt. 

Ein sehr empfehlenswertes Buch 

Helga König


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