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Rezension: Besser Leben ohne Stress-Erik Pigani, Christel Petitcollin-Scorpio


Dieses Buch stammt aus der Reihe "Der kleine Selbstcoach", die ich bislang noch nicht kannte und deren Inhalte mich allesamt neugierig machen. 

Zu den Autoren: Erik Pigani ist Psychotherapeut. Er forscht auf dem Gebiet veränderte Bewusstseinszustände und Christel Petitcollin ist Beraterin und Trainerin für Kommunikation und Persönlichkeitsentwicklung. 

Zunächst lernt man 30 Symptome kennen, die typisch sind für Stress. Im Rahmen eines Selbsttestes  kann man in Erfahrung bringen wie gestresst man tatsächlich ist und ob es besser ist innezuhalten. Auch vermag man sich Klarheit darüber verschaffen wie man Zeit empfindet, was unsere persönlichen Zeitdiebe sind und zwar solche, die man mag aber auch solche, die uns aufgezwungen werden. 

Immer wieder werden kluge Fragen gestellt, die es zu beantworten gilt, auch gibt es die Möglichkeit für Eintragungen, die das Bewusstsein für eigenes Stressverhalten schärfen. Man liest von der sogenannten Slow-Bewegung und wird mit 25 Schritten vertraut gemacht, die dazu beitragen, zu lernen, die Dinge langsamer anzugehen. Zu diesen Schritten gehört nicht zuletzt, anderen zuzuhören, weil, so die Autoren, dies die beste Art zu lernen, vor allem selbst zu denken sei. Ein interessanter Ansatz, in einer Zeit, in der selbst zu denken, zum Umdenken führen muss, der Zukunft aller wegen… 

Ein anderer Schritt besteht darin, einen Garten zu bepflanzen. Dadurch nämlich kann man selbstvergessen in die innere Ruhe kommen, weil man vollständig im Hier und Jetzt agiert. Das kann ich aus Erfahrung nur bestätigen. 

Christel Petitcollin klärt im zweiten Teil des Buches sehr gut über Stress auf, erläutert die beiden Stress-Arten und verdeutlicht unter welchen Bedingungen Stress negativ wird. Sie macht die Leser die fünf Stressoren vertraut und nennt deren charakteristische Merkmale sowie deren Gegenmittel. Das ist sehr erhellend und problemlos nachvollziehbar. 

Außerdem erhält man fünf Schlüssel zum Verwirklichen eines lohnenswerten Ziels. In diesem Zusammenhang werden gute Fragen gestellt, die es - am besten schriftlich - zu beantworten gilt. Wichtig ist, unsere Energien stets aufs Neue darauf zu konzentrieren, was innerhalb unseres Handlungsspielraums liegt. 

Auch in puncto Motivation und Organisation liest man Wissenswertes und wie man relativ stressfrei für Prüfungen lernt.  Was noch? Sehr gut auch ist das 7. Kapitel, das sich mit Ausmisten befasst, das gilt für Hausrat ebenso wie für Teile der Garderobe, die man ungenutzt jahrelang hortet, aber u.a. auch  für  toxische Beziehungen, die das Leben erschweren.  Ballast abwerfen, erleichtert und entstresst ungemein.

Eine sehr schöne Entspannungsübung in Lektion 8 rundet das hilfreiche Buch dann ab.

Sehr empfehlenswert 

Helga König

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Rezension: Alter ist eine Illusion- Michael Lehofer- GU



Prof. Dr. med phil #Michael_Lehofer ist #Psychiater, #Psychologe, #Psychotherapeut, #Führungskräftecoach und #Philosoph. Im vorliegenden Buch befasst er sich mit der Frage, wie real Alter eigentlich ist. 

Dass der Körper eines Menschen mit den Jahrzehnten sich verändert, dürfte jedem klar sein. Dass 80 Prozent aller Falten und Pigmentstörungen, Folge von zu vielen #UVA- und #UVB_Strahlen sind, zeigt, dass es hierbei nicht zwingend um eine Altersfrage geht.

In unserem Kulturkreis geht es Menschen darum, möglichst jung zu wirken. Dazu sollte man wissen, dass das Wesen des Jungseins #Neugierde, der #Aufbruch, der #Lebenshunger und dergleichen ist und nicht das, was viele meinen: So bleiben zu wollen, wie man ist. Denn Stereotypen sind, wie Lehofer zu Recht konstatiert, Zeichen des Alters.

Insofern gibt es Leute, die sich gerade dadurch, dass sie zwingend jung sein möchten, als Alte outen. Zwingend jung bleiben zu wollen, fordere uns eine Leistung ab. Die damit verbundene Verbissenheit sei eine Verkrampfung, die befremdliche Gier zum Ursprung habe. #Verbissenheit mache alt. 

Am jüngsten sind wir offenbar, wenn wir authentisch sind. Reife Menschen sind dies immer. Nicht alle, die alt an Lebensjahren, sind auch reif, betont Lehofer und führt weiter aus, dass der reife Mensch jene #Herzoffenheit habe, die sich auf die Begegnung mit dem Leben und allem, was es zu bieten hat, einlasse. Der reife Mensch lasse einen in der Begegnung aufatmen.

Der Mensch, der unaufhaltsam altere, zeichne sich dadurch aus, dass er festhalte und alles unbedingt kontrollieren möchte. Er lebe rückwärtsgewandt und wolle auf diese Weise jung bleiben. Doch so funktioniert es nicht. #Jungsein, so Lehofer, muss man leben. Dies bedeute allerdings nicht, das Verlorene mit ungeheurem Energieaufwand zu kompensieren, sondern vielmehr das Gegenwärtige in sich aufzunehmen und Teil von sich selbst werden zu lassen. 

Begegnung mache jung, vor allem feinfühlige, heilsame Begegnungen. 

Der Zeitpunkt des Beginns des Alters sei zugleich der Zeitpunkt des Endes des vermeintlichen Unwissens. Sobald ein Mensch also meint, sich in der Welt auszukennen, akzeptiert er deren Wandel nicht mehr, der ein Garant dafür ist, dem Alter zu widerstehen. 

Michael Lehofer wirbt für Nähe, weil wir durch sie heilen, reifen und ganz werden. Mauern, die man aufgrund von Kränkungen aufbaut, hindern uns an Begegnungsfähigkeit. Doch diese benötigen wir, um unsere Lebendigkeit zu erhalten. 

Immer wieder betont der Autor die Wichtigkeit von Bindungen. Sie auch sind das Zaubermittel gegen #Stress. Bindungen seien das Lebenselexier für uns Menschen. Von ihr hänge die Plastizität des Gehirns im Alter ab. Bindungen halten also jung, während #Einsamkeit uns vorzeitig altern lasse. Einsamkeit sei ein typisches Altersphänomen. 

Lehofer schreibt u.a.  über Verantwortung als Form von Lebendigkeit, auch von Wandlung und Leidenschaft und vielem anderen, das man bis zum Ende seiner Tage leben sollte und auch kann, wenn man jung bleiben möchte. 

Doch man erfährt auch Gegenteiliges, z. B. dass,  wer am Beleidigtsein am eigenen Leiden festhalte, letztlich rascher altere. Altern bedeutet mithin Stillstand. Beleidigungen beruhten auf ärgerlichen Erinnerungen. Dabei hätten dauerbeleidigte Menschen viele Brüche im Leben zu verzeichnen und würden durch ihren Ärger  rascher altern. 

Schlimm auch sei Verbitterung in punkto Altern. Dabei handelt es sich um enttäuschte Erwartungen. Es sei wichtig, die Realität des Lebens anzuerkennen und sich so Verbitterung- sie sei als  kristallisierte Frustration zu begreifen-  zu entziehen.

Das Wesentliche an der #Frustration sei die Erwartung, von der wir uns nicht lösen können. Frustrierend auch ist der ewigen #Vergleich, den man besser unterlässt, so auch #Selbstmitleid. Es gelte für sein Leben einzustehen, das mache jung. 

Interessant auch, der Gedanke, dass Zuhören Jugendlichkeit vermittele und die Tatsache, dass man noch nicht fertig sei. Wer interessiert bleibe an dieser Welt, für den ist Alter eine Illusion. 

Lehofer lotet Begriffe wie #Hoffnung aus und warnt vor ihr. Besser sie mit Zuversicht zu ersetzen, denn sie kann ein Konzept von vorgestern sein, das heute nicht mehr passend sein. Der Autor befasst sich mit der Frage, ob wir ohne Zukunft glücklich sein können und wie es sich mit einem Leben entgegen der Erfahrung verhält.  Auch #Gelassenheit bleibt nicht ausgespart, denn sie sei Ausdruck der positiven Bewältigung von Ängsten. 

Es sei wichtig, bis ans Ende aller Tage Visionen zu haben, auch mit der Zeit zu leben, dem Moment unvoreingenommen zu begegnen, dem Überraschenden Raum zu geben, zu staunen, zu leben und sich nicht selbst zu boykottieren. 

Michael Lehofer bringt es auf den Punkt: "Man spürt es sofort, ob ein alter Mensch alt ist oder ob das Alter bei ihm eine entlarvte Illusion darstellt, Es fehlt die Schwere, die Bitterkeit, das Verstrickte. Die Schwere fehlt, weil derjenige niemanden, nicht einmal sich selbst etwas nachträgt. Die Bitterkeit fehlt, weil Verlusterlebnisse verarbeitet sind und die Einsicht entstanden ist, dass man nichts verlieren kann. Und schließlich fehlt die Verstrickung, weil man verstanden hat, dass diese nur eine Konsequenz der Beharrlichkeit auf etwas ist und einem nichts bedeutet."

Wer sich früh übt, lebendig zu bleiben, macht es genau richtig. Ein gutes Buch. 

Sehr empfehlenswert. 

Helga König

Onlinebestellung GU oder Amazon 

Rezension: Wie #Gefühle heilen- Dr. med. #Alexander_Sembritzki #Knaur

Autor dieses wirklich lesenswerten Buches ist der Allgemeinmediziner, Therapeut und Dozent in #Chinesischer_Medizin und #Akupunktur Dr. med Alexander Sembritzki. 

Er verbindet in seinem medizinischen Tun westliche und östliche #Heilansätze. Dieser #integrative_Ansatz zeigt neue Sichtweisen und Wege zur #Heilung, in die er die körperliche und geistig- seelische Ebene gleichermaßen einbezieht. 

Sein Buch hat er in drei große Teile untergliedert. Diesen ist eine Einführung vorangestellt. Dem Autor geht es darum, den Stellenwert der Chinesischen Medizin und anderer fernöstlicher Heilmethoden in der Heilung hervorzuheben, Zusammenhänge zu erklären, Bewusstsein zu schaffen und Lösungsansätze zu zeigen. 

Im ersten Teil erfährt man mehr über die drei Lebensebenen: #Körper, #Gefühl und #Verstand. Hier liest man u.a. worin sich Empfindung und Gefühl unterscheiden und versteht, weshalb Gefühle Bewegungen in unserem Inneren sind. 

Die Entwicklung des Verstandes kommt zur Sprache und man wird über die Verknüpfung von Empfindung, Gefühl und Verstand in Kenntnis gesetzt. Man lernt wie man mit intensiven Gefühlen besser umgeht, ohne sich sogleich überfordert zu fühlen, erfährt mehr über äußere und innere Stärke und auch darüber, weshalb Körperarbeit, Atemarbeit und Stimmarbeit so hilfreich im Umgang mit Gefühlen und Heilungsprozessen sind. 

Auch #Gelassenheit ist ein wichtiger Moment, denn Gelassenheit bedeutet, nicht zwingend reagieren zu müssen, sondern alles so sein lassen zu können, wie es im Augenblick ist.

Dr. Sembritzki nennt fünf Schritte wie man, wie man Gefühle bewusst in sein Leben integrieren kann: 
1. Wahrnehmen, was ist 
2. Zulassen, was kommt 
3. Annehmen von ganzem Herzen 
4. Im größeren Kontext erfassen 
5. Loslassen und bewusst zulassen 

Diese einzelnen Schritte erläutert er in der Folge genau. Zudem gibt es zu jedem Schritt eine Übung. Anschließend dann wird man mit den Begriffen Bewusstheit und Bewusstsein vertraut gemacht. Mit diesem Wissen sensibilisiert, lernt man die fünf Gefühlsfamilien kennen. Dabei handelt es sich um: 
#Angst 
#Aggression
#Sehnsucht, #Freude, #Liebe
#Sorge und #Mitgefühl 
#Trauer und #Traurigkeit 

Weil Angst in unserer Kultur als Schwäche betrachtet wird, bemühen wir uns, Angst nicht zu zeigen. Wissen aber muss man, dass Angst alle unsere Potenziale lähmt. Über Furcht und diffuse Ängste wird man aufgeklärt und man erfährt Näheres über die begleitenden Körperreaktionen. Anhand eines Schaubildes kann man sich einen Eindruck verschaffen wie sich Angst im Körper ausdrückt. Menschen mit ausgeprägten Ängsten sollten sich erden. Diesbezüglich ist eine Übung beigegeben.

Wichtig zu wissen, wenn wir aufrecht stehen und dabei entspannt sind, geben wir unseren #Ängsten weniger Angriffsmöglichkeiten und insofern weniger Macht über uns. Im Zusammenhang mit der Darstellung von Ängsten erfährt man auch etwas zu der von Angst geprägten Lebenshaltung. Wer von klein an lernt, sich seinen Gefühlen und so auch seinen Ängsten zu stellen und sich Methoden aneignet, damit umzugehen, wird Selbstvertrauen und Widerstand entwickeln. 

Scham- und Schuldgefühle hängen mit Angst zusammen. Wer es schafft, sich seiner Angst zu stellen, hat die Chance, Potentiale frei zu setzen. Auch hier kann man anhand einer Übung etwas erlernen, in diesem Fall wie man sich der Angst stellt. 

Stress als Mischung zwischen Angst und Aggression zu begreifen, ist auch höchst bemerkenswert. Wie man Stress auflöst, lernt man in der Folge anhand von 9 Lösungsmöglichkeiten. 

Beim Thema Aggression dann wird genau erläutert, worum es sich dabei handelt und man erfährt, wie das Gefühlsspektrum der Aggression entsteht. Gezeigt wird auch, was bei aufgestauter Aggression im Körper geschieht und wie man unterdrückte Aggression heilen kann. 

Auch über die anderen Gefühlsfamilien erfährt man viel Wissenswertes. So etwa wie Sehnsucht entsteht und wie überhitzte Herzgefühle sich auf den Körper auswirken. Gefallen hat mir die Übung "Das innere Lächeln", aber auch die Reflexion über die Formen der Liebe sowie über die Bedeutung von Sorge und Mitgefühl. 

Sehr bemerkenswert fand ich, an welchen Stellen sich Trauer oder Traurigkeit festmacht am Körper. Trauer und Traurigkeit sind Reaktionen auf Wandel und Verlust. Es führt zu weit,  an dieser Stelle auf Einzelheiten näher einzugehen. Wichtig ist, sich mit dem Kreislauf der Gefühle zu befassen und auch zu begreifen, was uns Gefühle der genannten Gefühlsfamilien lehren wollen. 

Im Anhang kann man  in einer Übersicht Grundgefühle und ihre Wandlungsphasen sehr gut nachvollziehen. 

Alles in allem ein äußerst hilfreiches Buch, dass nicht nur eine Fülle von Informationen liefert, sondern auch durch die eingebunden Übungen von großem praktischen Nutzen ist. 

Sehr empfehlenswert 

Helga König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zu Knaur und können das Buch dort bestellen. Sie können es aber auch bei Ihrem Buchhändler um die Ecke ordern.http://www.droemer-knaur.de/buch/8003250/wie-gefuehle-heilen